8. März: Der Internationale Frauentag

Jeden März werden mit dem Internationalen Frauentag die Errungenschaften der Frauen gewürdigt und zu mehr Gleichstellung der Geschlechter aufgerufen.

Etwas weniger als die Hälfte der Weltbevölkerung ist weiblich[1] und doch hat es bis zum 19. März 1911 gedauert, bis die erste Kundgebung stattfand, die das Wahlrecht, die Ausübung öffentlicher Ämter und die Beendigung der Diskriminierung von Frauen forderten. Beim ersten Internationalen Frauentag sah man über eine Million Frauen und Männer in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Dänemark durch die Straßen ziehen.

1913 wurde dann der 8. März zum Internationalen Frauentag erkoren. Die Vereinten Nationen schrieben sich den Internationale Frauentag zum ersten Mal 1975 auf die Fahne und etwa zwei Jahrzehnte später, 1996, gaben sie dem Tag zum ersten Mal ein Motto: „Die Vergangenheit feiern, für die Zukunft planen“.

Das diesjährige Kampagnenthema lautet „Balance for Better“ und erhofft sich eine Welt mit einem ausgewogenen Geschlechterverhältnis, einschließlich geschlechtsspezifisch ausgewogener Sitzungssäle, Regierungen, Arbeitsplätze und Medienberichterstattung.

Bisherige (Fort-)Schritte

Seit 2006 publiziert das World Economic Forum seinen ‚Global Gender Gap Index‘ um das Ausmaß von länderspezifischen Ungleichheiten zwischen den Geschlechtern zu erfassen und deren zeitlichen Verlauf zu verfolgen.[2] Der neuste Report vergleicht 149 Länder auf einer Skala von 0 (Disparität) bis 1 (Parität) in den Bereichen wirtschaftliche Partizipation und Chancengleichheit, Bildungsabschluss, Gesundheit sowie politische Selbstbestimmung.

Weltweit hat sich die Ungleichheit 2018 auf 32 Prozent verringert. Europäische Länder sind eindeutige Vorreiter: Fünf der Top 10 sind Länder in Europa, mit Island, Norwegen, Schweden und Finnland auf den ersten vier Plätzen.

Für Deutschland war 2018 weniger gut: ein sich ausweitendes ‚Gender Gap‘ was Frauen im Bundestag angeht, sowie eine verbleibende Bildungslücke, sah Europas größte Marktwirtschaft zwei Plätze nach hinten fallen, auf Platz 14.

Trotzdem gab es auch Fortschritte: Seit Januar 2018 können Frauen in deutschen Unternehmen mit mindestens 200 Mitarbeitern erfahren, was männliche Kollegen im gleichen Job verdienen. Mehr Transparenz ist notwendig: 2016 war Deutschland laut Eurostat das europäische Land mit dem dritthöchsten geschlechtsspezifischen Lohngefälle mit 21,5 Prozent, nur in der Tschechischen Republik und Estland sind die Unterschiede noch größer. Der Durchschnitt in der Europäischen Union lag bei 16,2 Prozent.[3]

Frauen als Vorteil

Die Vorteile, die Gleichstellung bringen kann, sind klar, und zwar nicht nur, weil es Frauen gegenüber fair ist. Laut einer Studie der Weltbank könnte bei gleichem Einkommen der Gesamtvermögenswert weltweit um 14% steigen. So schätzt die Bank, dass die Weltwirtschaft einen geschätzten Schub von 160 Milliarden Dollar erhalten würde, wenn Frauen genauso viel verdienen würden wie Männer.[4]

Darüber hinaus kam eine Analyse von McKinsey & Company zu dem Schluss, dass Unternehmen, mit einer größeren Geschlechtervielfalt am Arbeitsplatz, oft die besseren Geschäftszahlen erzielen, als Firmen mit weniger Parität.[5] Das kann Firmen mit einer stärkeren Geschlechtergleichstellung auch für Anleger interessant machen. Und da sich mehr und mehr Unternehmen weltweit für eine Stärkung der Rolle der Frau und die Gleichstellung der Geschlechter einsetzen, wird für Investoren das mögliche Investitionsuniversum größer.

Doch weitere Schritte sind notwendig. Deswegen haben mehr als 2.000 der weltweit führenden Unternehmen, darunter auch AXA, die Women’s Empowerment Principles der Vereinten Nationen unterzeichnet.[6] Diese Prinzipien sollen die Gleichstellung der Geschlechter in Unternehmen weiter fördern.

Der Internationale Frauentag ist ein Anlass, über die bisherigen Erfolge der Geschlechtergleichstellung nachzudenken und gleichzeitig daran zu erinnern, was noch zu tun ist.

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