Januar

13. Januar 1910: Die erste öffentliche Rundfunkübertragung

Eine Autofahrt ohne Radio? Ohne Verkehrsdienst und ohne Musik- oder Nachrichtenprogramm? Klar, heutzutage gibt es auch andere Wege unterwegs Musik zu hören, doch die Stau-Updates und die einfache Nutzung machen das Radio besonders beim Autofahren noch immer sehr beliebt.

Es war die Vision von Lee De Forest, einem amerikanischen Erfinder, Musik über Funk an die Welt zu übertragen. Schon 1907 hatte er an seinem Projekt gearbeitet und am 13. Januar 1910 war es dann so weit: De Forest übertrug zwei Opernaufführungen der New York Metropolitan Opera live an die Stadt New York. Damals hatten nur wenige Menschen Zugriff auf Empfangsgeräte. Trotzdem, die Opern Cavellaria Rusticana und Pagliacci wurden live an mehreren öffentlichen Orten, sowie in großen Hotels gehört – die Geburtsstunde des öffentlichen Rundfunks.1

In Deutschland dauerte es noch bis Dezember 1920 bis zur ersten öffentlichen Rundfunkübertragung: es war ein Weihnachtskonzert, ausgestrahlt vom Sender Königs Wusterhausen der Reichspost.2 Mit der Radio-Übertragung des Weihnachtskonzerts und dem darauf folgenden Osterkonzert im März 1921 begannen dann Postbeamte damit, Sonntagskonzerte, die sie auf ihren eigenen Instrumenten spielten, auszustrahlen.3

Der private Empfang von Radio in Deutschland kam dann erst am 29. Oktober 1923 mit dem Vorgänger des Unterhaltungsrundfunks. 1925 waren dann schon 20 unterschiedliche Sender in Betrieb.4

Das Radio und seine Nachfolger

Seitdem ist viel passiert. Nach dem Radio kam Ende der 1920er Jahre das Fernsehen und Ende der 1980er das Internet, mit all seinen revolutionären Möglichkeiten: Live Streaming von Radio und Fernsehen, Podcasts und Videoblogs.

Heute können Verbraucher on-demand genau die Programme oder Musik hören und sehen, die sie wollen, und wann sie wollen. Wir sind nicht einmal mehr von der Sendeliste abhängig – in Gegenteil, Angebote wie die Video-on-Demand-Datenbank Netflix, der Musik-Streamingdienst Spotify oder die Mediatheken der Fernsehsender passen sich sogar unseren Präferenzen an und schlagen uns mittels Künstlicher Intelligenz genau die Programme vor, die uns aufgrund der Titel, die wir gesehen oder gehört haben, vielleicht gefallen könnten.5 6 

Unternehmen unterliegen einem immensen Druck dem Internet- und Streamingzeitalter nicht zum Opfer zu fallen. In einer sich stetig verändernden Welt wird es für Firmen also immer wichtiger, die richtigen Zukunftsthemen zu identifizieren, und sich anzupassen, um nicht auf der Strecke zu bleiben.

Das macht die unendlichen Möglichkeiten, die Verbraucher heute haben, auch für Anleger interessant. In einer immer digitaler werdenden Welt wächst die digitale Wirtschaft stetig. Für Anleger eröffnet das eine immense potentielle Investitionslandschaft, die man nicht vernachlässigen sollte.

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1 Metropolitan Opera House Archive, 13 January 1910
2 Wikipedia, Sender Königs Wusterhausen
F. Banneitz (Hrsg.): Taschenbuch der drahtlosen Telegraphie und Telephonie. Julius Springer Verlag, Berlin 1927, S. 1045 ff.
4 Deutsche Gesellschaft für Post- und Telekommunikationsgeschichte (Hrsg.): Post- und Telekommunikationsgeschichte. Band 4. Bonn 1998, S. 77.
5 J. Friedlander, Engaging each viewer with a personalised streaming service, on CSI Magazine, April 2017.
6 Wall Street Journal, Streaming TV, Personalization, and the CIO, Juni 2016.

 

 

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