Was bedeutet Covid-19 für die Inflation? Der AXA IM Ausblick

Die Auswirkungen des Coronavirus-Ausbruchs auf die Wirtschaft kann man kaum unterschätzen. Schon im Mai ist in vielen Ländern – wie China, Deutschland und Großbritannien – das BIP eingebrochen, und die Arbeitslosenquote ist stark gestiegen, etwa in den USA. Der Virusausbruch zwang nahezu alle Industrieländer in den Lockdown und machte beispiellose Konjunkturprogramme nötig. Die wirtschaftlichen Folgen der Pandemie sind noch lange nicht ausgestanden.

Unsere Volkswirte sehen für die Weltwirtschaft in diesem Jahr schwarz; sie rechnen mit einem Einbruch des Welt-BIP um 2,8 Prozent. In den Industrieländern dürfte die Rezession wesentlich stärker ausfallen; hier könnte die Wirtschaftsleistung um 5,7 Prozent schrumpfen. Das größte Minus erwarten sie für Spanien (9,1 Prozent), Großbritannien (8,7 Prozent), Frankreich (8,5 Prozent) und Italien (8,0 Prozent), jeweils Stand 20. Mai.[1]

Für 2021 rechnen sie mit einem Anstieg des Welt-BIP um 6,3 Prozent, bei etwas schwächeren 5,9 Prozent in den Industrieländern. Vor allem Frankreich (9,5 Prozent) und Spanien (7,8 Prozent) könnten den Euroraum dann voranbringen. Für Großbritannien werden 8,0 Prozent erwartet, am unteren Ende, für die Schweiz allerdings nur 3,5 Prozent und für Japan nur 3,3 Prozent Zuwachs. Bei den Emerging Markets dürften den Prognosen zufolge Brasilien mit 8,3 Prozent und China mit 8,0 Prozent an der Spitze liegen. Diese beiden Länder haben großen Anteil an den Wachstumserwartungen für die Emerging Markets von insgesamt 6,5 Prozent.

Tabelle 1: Quellen: Datastream, IWF, AXA IM Macro Research, 20. Mai 2020

 

Was bedeutet das für die Inflation?

Konjunktur, Arbeitslosigkeit und Inflation hängen zusammen. Wir gehen davon aus, dass der Lockdown vieler Volkswirtschaften und der Nachfrageschock durch die Pandemie die Preise 2020 dämpfen. Für die Industrieländer rechnen wir deshalb mit insgesamt nur 0,1 Prozent Inflation.[2]

2021 dürfte sich die Teuerung dann allmählich normalisieren. Wir erwarten, dass die massiven geld- und fiskalpolitischen Hilfen die Erholung fördern werden.

 

Tabelle 2: Quellen: Datastream, IWF, AXA IM Macro Research, 20. Mai 2020

 

 

[1] Quelle: AXA IM, May investment strategy - Economies begin to emerge, https://banken.axa-im.de/content/-/asset_publisher/ZLUQTZlQzVO9/content/may-investment-strategy-economies-begin-to-emerge/23818

[2] Ibid.

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