Mit Faktorprämien können Investoren diversifizieren und von Marktineffizienzen profitieren

Multi-Premia-Strategien: Zugang zu attraktiven Marktnischen

Renditen auf anhaltend niedrigen Niveaus veranlassen einzelne institutionelle Investoren, in ihren Portfolios noch stärker auf Diversifikation zu setzen. Auf der Suche nach passenden Lösungen können so auch kleinere Marktnischen ins Blickfeld rücken – zum Beispiel Multi-Premia-Strategien. Diese zielen darauf ab, Kapitalzuwachs mit einer erwarteten geringen Korrelation zu traditionellen Anlageklassen zu erreichen. Zu diesem Zweck bieten sie institutionellen Anlegern Zugang zu einem breiten Angebot an Strategien: über vielfältige liquide Vermögenswerte wie Aktien, Zinsen und Währungen hinweg sowie auf allen globalen Märkten.

Faktorprämien existieren, weil Assets mit bestimmten Eigenschaften einen Mehrertrag gegenüber anderen Assets erzielen, die diese Eigenschaften nicht haben. Dafür gibt es mehrere Gründe: Menschliches Verhalten wie die Unter- oder Überreaktion von Investoren auf Marktsignale können ebenso zu ungewöhnlichen Erträgen führen wie strukturelle Einschränkungen – etwa, dass einige Investoren aufgrund gesetzlicher Vorschriften nicht in bestimmte Assets investieren. Davon profitieren dann andere, die von diesen Einschränkungen nicht betroffen sind. 

Höheres Ertragspotenzial bei akzeptablen Kapitalkosten

Mit Strategien, die für die Erzielung von Faktorprämien auf mehrere Quellen setzen, lassen sich potenziell ähnliche Renditen wie oder sogar höhere Erträge als mit alternativen Credits erwirtschaften. Durch ihre geringe Korrelation zu traditionellen Anlageklassen können Multi-Premia-Strategien auch in turbulenten Marktphasen dazu beitragen, ein Portfolio effizient zu stabilisieren. Kapitalerhalt – ohne Garantie – ist in diesen Phasen oftmals möglich, weil die Strategie eine neutrale Marktposition einnimmt.

Wenn die Fundamentaldaten beispielsweise auf einen potenziellen Mehrertrag von Unternehmen A gegenüber Unternehmen B hindeuten, könnte eine Strategie 10 Millionen Euro in eine Longposition bei A und denselben Betrag in eine Shortposition bei B investieren.

Falls die Markteinschätzung zutrifft und Aktie A um zehn Prozent steigt, Aktie B aber nur um fünf Prozent, macht der Fonds einen Gewinn – denn der Wert der Longposition erhöht sich auf 11 Millionen Euro, während der Wert der Short-Position auf 9,5 Millionen Euro sinkt. Sollte der Markt dagegen überraschend einbrechen, sodass beide Aktien gleichermaßen um 20 Prozent sinken, ist die Longposition nur noch 8 Millionen Euro wert, während der Wert der Shortposition sogar auf 12 Millionen Euro steigt. Der Fonds verfügt in diesem Szenario somit nach wie vor über sein Ausgangskapital von 20 Millionen Euro.*

* Beispielrechnung dient nur illustrativen Zwecken   

Unser Ansatz für Multi-Premia

AXA Investment Managers Chorus1 verfügt über umfassende Ressourcen, um international auf liquiden Märkten zu investieren und permanent neue Quellen für Faktorprämien zu ermitteln. Im Rahmen eines rigorosen, systematischen und wissenschaftlichen Ansatzes werden zudem regelmäßig Analysen durchgeführt. Das Ziel ist, innerhalb einer Multi-Premia-Strategie auch künftig den Zielkonflikt zwischen Risiko und Ertrag zu meistern. Anhand neuer Ideen oder aktuell verfügbarer Daten ermittelt Chorus zusätzlich permanent neue Faktorprämien und unterstützt institutionelle Investoren dabei, bei jeder neuen Strategie auch die regulatorischen Kapitalkosten zu berücksichtigen.

Welche Möglichkeiten gibt es zum Beispiel, Faktorprämien zu nutzen?

  • Fundamental

    Investitionen mit günstigen / starken fundamentalen Bewertungen könnten Investitionen mit teuren / schwachen Bewertungen übertreffen.

  • Carry

    Profitiert von der Tendenz, dass renditestärkere Anlagen besser abschneiden als renditeärmere Anlagen.

  • Momentum

    Auf der Suche nach Vermögenswerten, die sich kürzlich gut entwickelt haben und sich weiterhin gut entwickeln könnten oder umgekehrt.

  • Imbalances

    Zielt darauf ab, von Marktungleich-gewichten zu profitieren, die sich in anormalen Renditen niederschlagen, zum Beispiel bei strukturellen Restriktionen von Investoren.

  • Sentiment

    Signale, die künftige Kursentwicklungen aus der positiven oder negativen Marktstimmung ableiten, die sich bei Verbrauchern, Fachleuten oder anderen Wirtschaftsakteuren abzeichnet.

1) Risikohinweis: Zusätzliche Risiken
Ausfallrisiko: Konkurs-, Insolvenz-, Zahlungs- oder Lieferausfallrisiko eines der Kontrahenten des Teilfonds, was zu Zahlungs- oder Lieferausfällen führen kann.
Kreditrisiko: Risiko, dass Emittenten von im Teilfonds enthaltenen Schuldtiteln ihren Verpflichtungen nicht nachkommen oder dass ihr Kreditrating herabgestuft wird, was zu einem sinkenden Nettoinventarwert führen würde.
Auswirkungen von Techniken wie beispielsweise Derivaten: Gewisse Verwaltungsstrategien sind mit spezifischen Risiken wie beispielsweise Liquiditätsrisiko, Kreditrisiko, Ausfallrisiko, gesetzlichem Risiko, Bewertungsrisiko, operationellem Risiko und Risiken in Zusammenhang mit den Basisvermögenswerten verbunden. Der Einsatz solcher Strategien kann auch einen gewissen Hebeleffekt beinhalten, was die Auswirkungen von Marktbewegungen auf den Teilfonds erhöhen und zu einem erheblichen Risiko von Verlusten führen kann.

AXA IM Chorus:

• Wir stützen uns sowohl auf ein Team aus mehr als 30 hochqualifizierten Experten* aus dem Sell-Side- und dem Buy-Side-Bereich als auch auf Mitarbeiter mit umfassenden Know-how in Research und Technologie.
• Wir wählen die verschiedenen Ertragsquellen sorgfältig aus und kombinieren sie. Diese „Motoren“, wie wir sie nennen, sind auf der Grundlage ihres Risikos und nicht des Profils der Anlageklassen strukturiert.
• Wir stellen Forschung und Technologie in den Mittelpunkt einer kontinuierlichen Verbesserung unserer systematischen Anlagemodelle.
• Wir identifizieren Verhaltensmuster auf Basis von Behavioral Finance. Besonders konzentrieren wir uns darauf, Chancen zu erkennen und nutzen, die durch unbewusste Denkweisen und institutionelle Ineffizienzen im Markt entstehen.
• Wir nutzen neue und alternative Datensätze, um unser Anlagekonzept zu untermauern und neue Ideen zu finden.

*Quelle: AXA IM Chorus – Oktober 2017
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